Spaniens Orangenküste erleben

Spaniens Orangenküste erleben

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Spaniens duftendes Geheimnis

Die Costa del Azahar, Spaniens bezaubernde „Orangenblütenküste“ entdecken und in eine Welt voller Kontraste eintauchen. Stadt, Küste und Natur wechseln sich ab. Zwischen duftenden Zitrusplantagen und dem tiefblauen Mittelmeer erwartete mich eine Mischung aus historischem Erbe und entspanntem Lebensgefühl – und genau diese Mischung aus Menschen, Meer, Geschichte und Landschaft macht die Route so stimmig. Ich habe Spaniens Orangenküste auf einer achttägigen Route bereist. Hier mein Reisebericht über die magische Küste voller Orangenblüten.

Das Bild zeigt die Burg von Peñíscola (Castillo de Peñíscola) an der Costa del Azahar in Spanien.

Das Bild zeigt die Burg von Peñíscola (Castillo de Peñíscola) an der Costa del Azahar in Spanien.

Peñíscola: Gassen bis zum Papstschloss

Direkt nach der Ankunft am Flughafen von Valencia wartete, mit einem herzlichen Empfang, der deutschsprachige Reisebegleiter. Ein kurzer Transfer ins zentral gelegene Hotel und dann ankommen, ganz entspannt und ohne Hektik. Am Abend genieße ich das Abendessen im Hotel.

Am zweiten Tag geht es nach dem Frühstück in die Altstadt von Peñíscola. Ich mochte diesen Start sehr, weil man die Stadt zu Fuß erobert, enge Gassen, Wind vom Meer und immer wieder Blickachsen hinauf zum Schloss von Papst Benedikt XIII. Mit dem deutschsprachigen Reiseleiter werden Geschichte, Gewohnheiten und lokale Legenden greifbar – nicht als Vortrag, sondern beim direkten Erkunden. Im Schloss selbst lohnen sich die verschiedenen Säle; man spürt den militärischen Hintergrund des Ritterordens. Danach bleibt Zeit für den kilometerlangen Strand – mein Tipp: Schuhe aus, einmal bewusst am Wasserrand entlanglaufen, bevor der Tag im Hotel beim Abendessen ausklingt.

Das Bild zeigt den Plaça de la Mare de Déu in Valencia, Spanien, mit zwei bedeutenden Bauwerken

Das Bild zeigt den Plaça de la Mare de Déu in Valencia, Spanien, mit zwei bedeutenden Bauwerken

Valencia: Turia, Markt und „Lonja“

Tag drei gehört Valencia. Die Stadtrundfahrt ordnet die Stadt am Fluss Turia gut ein, anschließend wird es im Zentrum konkret: der gotische Glockenturm, die Kathedrale, der Zentralmarkt, die emblematische Lonja (ehemaliger Fischmarkt) und der runde Platz – alles von außen betrachtet, aber mit genug Kontext, um später selbst weiterzuziehen. Auf der Rückfahrt zum Hotel fährt man an Orangenplantagen vorbei - genau dieser Moment verbindet für mich Landschaft und Reiseziel am stärksten.

Auf diesem Bild ist ein Moment festgehalten, in dem eine Seeschwalbe im Naturschutzgebiet Ebro-Delta ihre Jungtiere füttert

Auf diesem Bild ist ein Moment festgehalten, in dem eine Seeschwalbe im Naturschutzgebiet Ebro-Delta ihre Jungtiere füttert

Ebro-Delta: Vogelwelt und Reisfelder

Am vierten Tag wechselt die Kulisse ins Naturschutzgebiet Ebro-Delta. Viele Zugvögel machen hier Station – Fernglas lohnt sich. Wir fahren am linken Flussufer zur Anlegestelle und dann mit dem Schiff bis zur Mündung des Ebro. Danach geht es per Bus am rechten Ufer entlang: Reisfelder, eine große Lagune und mehrere Aussichtspunkte. Wer gern fotografiert, sollte auf das Licht achten – je nach Tageszeit wirken Wasserflächen und Schilf komplett anders.

Das Bild zeigt einen Haufen frischer Austern, eine weltweit geschätzte Delikatesse aus dem Meer

Das Bild zeigt einen Haufen frischer Austern, eine weltweit geschätzte Delikatesse aus dem Meer

Hafenleben & Grotten von Sankt Joseph

Tag fünf startet in Castellón am Hafen mit einem sehr bodenständigen Highlight: der Versteigerung frisch gefangener Sardinen. Das ist kein Showprogramm, sondern Arbeitsalltag – genau deshalb bleibt es hängen. In Vall D’Uixo folgt ein Kontrast: Mit dem Boot durch die Grotten von Sankt Joseph, den längsten befahrbaren unterirdischen Fluss Europas. Am Nachmittag rundet Benicarló den Tag ab – Obstgärten voller Ertrag und spürbares Seefahrerleben, bevor es zurück ins Hotel geht.

Typische Landschaft des Maestrazgo mit Olivenbaum

Typische Landschaft des Maestrazgo mit Olivenbaum

Morella & Maestrazgo: Stein, Felder, Wein

Der sechste Tag führt durch die typische Landschaft des Maestrazgo: Oliven-, Mandelbaum- und Johannisbrotbaumfelder. Ein kurzer Besuch im Heiligtum der heiligen Vallivana setzt einen ruhigen Akzent, dann wartet Morella als Hauptstadt der Region. Die Besichtigung der Basilika Santa María la Mayor ist für mich das kulturelle Kernstück dieses Ausflugs. Auf dem Rückweg geht es durch eine Blumen- und Trüffelregion zu einer Bodega – nach Besichtigung folgt eine Weinprobe mit Käse und Aufschnitt aus der Region. Praktischer Tipp: nicht zu spät frühstücken, damit man bei der Probe wirklich Zeit hat.

Das Bild zeigt einen Haufen frischer Austern.

Das Bild zeigt einen Haufen frischer Austern.

San Carlos de la Rápida: Muschelbänke & Salzberge

An Tag sieben geht es nach San Carlos de la Rápida direkt an den Hafen. Die Bootsrundfahrt (ca. 1½ Stunden) zeigt endlose Muschel- und Austernbänke – hier sitzt Spaniens zweitgrößte Produktion von Krustentieren für den Export. Dazu kommen beeindruckende Salzberge als sichtbares Zeichen der Salzgewinnung aus dem Meer. Nach etwas Freizeit in der Stadt fahren wir zu einem Aussichtspunkt; ich empfehle, dort kurz still zu werden – Wind, Wasserflächen und Weite erklären diese Küste oft besser als Worte.

Die Bild zeigt die Stadt der Künste und Wissenschaften (Ciutat de les Arts i les Ciències) in Valencia, Spanien.

Die Bild zeigt die Stadt der Künste und Wissenschaften (Ciutat de les Arts i les Ciències) in Valencia, Spanien.

Abreise mit Zeit in Valencia

Am achten Tag bleibt nach dem Frühstück noch einmal freie Zeit in Valencia: Mittagessen, Altstadt oder Strandspaziergang – je nachdem, was Ihnen auf dieser Reise am meisten gefehlt hat. Am Nachmittag Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.

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