Segelkreuzfahrt: Rom, Korsika & Elba

Segelkreuzfahrt: Rom, Korsika & Elba

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  • Sylvia

Unter Segeln: Rom, Korsika & Elba

Diese Segelkreuzfahrt: Rom, Korsika & Elba fühlt sich anders an als eine klassische Kreuzfahrt. Bevor es „Leinen los“ heißt, gönne ich mir das ultimative Kontrastprogramm zum endlosen Blau. Die ersten beiden Tage verbringe ich in Rom – laut, lebendig und herrlich zeitlos. Statt Wellenrauschen gibt es hier das Klackern der Espressotassen und das goldene Licht über der Piazza Navona. Ich tausche die Segelschuhe kurz gegen Sneaker, um zwischen Kolosseum und Trastevere ordentlich „Kilometer zu fressen“. Genuss pur, Gelato am Trevi-Brunnen und danach eine Portion Pasta, die nach Urlaub schmeckt. Die Ewige Stadt ist der perfekte Start für mein Segelabenteuer an Bord des Fünfmasters Royal Clipper.

Das Bild zeigt die Engelsburg (Castel Sant'Angelo) und die Engelsbrücke (Ponte Sant'Angelo) in Rom zur blauen Stunde

Das Bild zeigt die Engelsburg (Castel Sant'Angelo) und die Engelsbrücke (Ponte Sant'Angelo) in Rom zur blauen Stunde

Ewige Stadt, zeitloser Genuss

Rom ist kein Ort für Eile, sondern eine kunstvolle Balance zwischen dem "Dolce Far Niente", dem süßen Nichtstun und einer lebendigen Energie. Nach einer reibungslosen Landung und einem entspannten Transfer beginnt das Abenteuer am zweiten Tag mit einer halbtägigen Stadtführung. Dieses Format ist ideal: Es bietet Orientierung ohne den Stress einer klassischen „Foto-Hetzjagd“. Zwischen antiken Monumenten und dem lebendigen Treiben in den Espresso-Bars entfaltet die Stadt ihren unwiderstehlichen Charme aus Geschichte und Alltag. Mein Tipp für den dritten Vormittag: Nutze die frühen Stunden! Bevor die großen Besuchergruppen die Gassen füllen, gehört Rom dir fast allein. So genießt du die magische Stille der Ewigen Stadt, bevor es später ganz entspannt zum Hafen geht.

Das Bild zeigt die Royal Clipper, das derzeit größte Segelschiff der Welt.

Das Bild zeigt die Royal Clipper, das derzeit größte Segelschiff der Welt.

Segel-Nostalgie trifft Luxus: Die Royal Clipper

Mit der Royal Clipper erlebst du die perfekte Symbiose aus Abenteuer und Eleganz. Als weltweit einziges 5-Mast-Vollschiff lässt dieser majestätische Segler die Ära der legendären „Preußen“ wieder aufleben. Das absolute Highlight für Action-Fans: Am Heck lässt sich eine riesige Wassersport-Plattform direkt ins Meer herabsenken. Ob Kayaking oder Schnorcheln – der Ozean wird zu deinem privaten Pool. Wer es ruhiger mag, taucht in der Captain Nemo Lounge ab, wo du durch Bullaugen die Unterwasserwelt beobachtest, während du im Spa entspannst. Kulinarisch verwöhnt dich das dreistöckige Atrium-Restaurant – ganz entspannt ohne Dresscode. Ein wahrer Traum für moderne Entdecker!

Das Bild zeigt eine Royal Clipper Kabine Kategorie 2

Das Bild zeigt eine Royal Clipper Kabine Kategorie 2

Ciao Roma, Ahoi Freiheit

Von der ewigen Stadt zum ewigen Blau: Sobald man den römischen Stadttrubel hinter sich lässt, führt der Weg direkt nach Civitavecchia. Der Hafen selbst mag funktional wirken, doch der Moment der Einschiffung ist pure Magie. Wenn die Silhouette der Royal Clipper am Kai auftaucht, weicht die Hektik einer tiefen Vorfreude. Es ist der Wechsel von Asphalt zu edlem Holz und präziser Seemannschaft. Während Kreuzfahrtriesen oft wie schwimmende Hotels wirken, spürt man hier sofort: Das ist ein echtes Schiff. Beim Ablegen offenbart sich der wahre Luxus. Statt des monotonen Dauerbrummens großer Motoren übernehmen der Wind in den Segeln und das sanfte Arbeiten des Rumpfes die Regie. Ein authentisches Segelerlebnis beginnt.

Das Bild zeigt die beeindruckenden roten Felsen der Calanques de Piana auf Korsika, Frankreich.

Das Bild zeigt die beeindruckenden roten Felsen der Calanques de Piana auf Korsika, Frankreich.

Korsika: Saint-Florent – Hafenort mit Charakter

An Tag 4 gleitet unser Schiff in die malerische Bucht von Saint-Florent, dem „Saint-Tropez Korsikas“, umgeben von Traumstränden und Weinbergen.

Saint-Florent ist das charmante Bindeglied zwischen dem wilden Cap Corse und der kargen Agriates-Wüste. Wer hier am Hafen flaniert, spürt sofort, warum der Ort oft als das „Saint-Tropez Korsikas“ bezeichnet wird – allerdings ohne den künstlichen Glamour. Zwischen den im Wind klappernden Masten der Jachten und den pastellfarbenen Häuserfronten mischt sich das Lachen der Einheimischen beim abendlichen Pétanque-Spiel auf der Place des Portes.Die Zitadelle thront wie ein stiller Wächter über dem Golf und bietet einen Panorama-Blick, der besonders zum Sonnenuntergang sprachlos macht. Saint-Florent ist kein Museum, sondern lebendige Lebenslust. Von hier aus starten die Boote zu den versteckten Paradiesstränden Saleccia und Loto – ein Hauch von Karibik, nur eine kurze Überfahrt entfernt. Ein Ort mit Ecken, Kanten und ganz viel Herz.

Das Bild zeigt den Hafen von Portoferraio auf der italienischen Insel Elba.

Das Bild zeigt den Hafen von Portoferraio auf der italienischen Insel Elba.

Elba: Portoferraio – italienisch und nah am Wasser

An Tag 5 folgt Portoferraio. Elba empfängt einen mediterran-italienisch. Portoferraio ist eine besondere Mischung aus Ferieninsel und echter Kleinstadt und das pulsierende, azurblaue Herz Elbas. Wer hier ankommt, wird regelrecht von einer Kulisse aus ockerfarbenen Fassaden und imposanten Medici-Festungen umarmt. Ein Spaziergang durch die verwinkelten Gassen der Altstadt, wo die Wäsche über den Köpfen im Wind tanzt, bis hinauf zum Forte Stella für den ultimativen Panoramablick. Das Besondere? Das Meer ist hier allgegenwärtig. Nur ein paar Schritte vom Hafen entfernt wartet der Strand Le Ghiaie mit seinen berühmten weißen Kieselsteinen und Wasser, das so klar ist, dass man die Welt unter sich vergisst. Portoferraio ist italienische Lebensfreude pur – salzig, geschichtsträchtig und absolut authentisch.

Das Bild zeigt einen Sonnenuntergang an Bord der Royal Clipper

Das Bild zeigt einen Sonnenuntergang an Bord der Royal Clipper

Zurück nach Civitavecchia

An Tag 6 heißt es Abschied nehmen: In Civitavecchia schließt sich nach der Ausschiffung und dem herzlichen Empfang durch die Reiseleitung der Kreis. Während der Transfer zum Flughafen rollt, blicke ich auf eine Reise zurück, die wie eine perfekt komponierte  Erzählung wirkt. Angefangen beim majestätischen Rom als kulturellem Paukenschlag bis hin zu den zwei Inselhäfen auf Korsika und Elba, die jeder für sich eine ganz eigene, unverwechselbare Handschrift trugen. Das Besondere? Die gewählte Reiseform, hier war das „Dazwischen“ kein notwendiges Übel, sondern das Ziel selbst. Wenn das Unterwegssein zum eigentlichen Inhalt wird, kehrt man nicht nur mit Fotos, sondern mit einem neuen Lebensgefühl im Herzen nach Deutschland zurück.

Westliches Mittelmeer

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